Der Handewitter Friedhof

Der Friedhof besteht aus dem eigentlichen Friedhofsgelände, dem Brautplatz am östlichen und dem Parkplatz am südlichen Rand. Neben dem Brautplatz liegt der Ehrenfriedhof mit den Namen der Gefallenen des ersten und zweiten Weltkrieges.

Der Friedhof hat eine Größe von 1,9869 ha, der Parkplatz ist 0,3141 ha groß.

 

Lageplan Friedhof 2014

 

Insgesamt sind etwa 2.200 Grabstellen auf dem Friedhof vorhanden. Verschiedene Grabarten sind verfügbar. In erster Linie sind Erdwahlgräber aber zunehmend auch Urnenreihengräber gefragt.

Der Friedhof war ursprünglich wesentlich kleiner als heute, aber West- und Südseite sind wahrscheinlich unverändert geblieben. Nach Norden wurde er 1828 um einen 15 m breiten Streifen bis an die jetzige Grenze erweitert. Nach Osten reichte er bis an eine Linie, die jetzt noch durch einige große Bäume markiert ist. Zur Strasse führte eine breite Auffahrt, der sogenannte Brautplatz. Solche Brautplätze hat es bei vielen Kirchen gegeben. Hier verließen die Brautleute die Kutsche, daher der Name. Die Bezeichnung Brautplatz ging auf den jetzigen Vorplatz über, ist aber heute fast vergessen.

Die einzelnen Dörfer hatten ihre Grabstätten jeweils in einem bestimmten Gebiet des Friedhofes, wie heute noch deutlich an dem Frösleer Teil zu sehen ist.

Frösleer Feld friedhof Handewitt

Im Übrigen ließ die Ordnung auf dem Friedhof viel zu wünschen übrig, denn 1816 wurde sie neu geregelt. Bis dahin stand dem Küster das Weiderecht zu. In einem Schreiben heißt es vorsichtig „Dadurch würden Einfriedigung und Verzierung der Gräber geschmälert“. Jetzt wurde das Weiderecht mit Geld abgelöst und der Küster wurde verpflichtet ein Grabregister zu führen.

Die drei Zugänge waren mit einem gemauerten Torbogen versehen. Sie durften nicht verschlossen werden, weil ein öffentlicher Fußsteig von Norden nach Süden über den Friedhof führte. Die Tore wurden im Laufe des 19. Jahrhunderts wegen Baufälligkeit abgerissen.

Auf dem Vorplatz wurde nach dem 1. Weltkrieg das Ehrenmal für die Gefallen errichtet, 1953 wurde es an die jetzige Stelle verlegt. Die Leichenhalle wurde 1962 gebaut.

 

Um für Besucher ausreichend Parkraum zu schaffen, wurde an der Südseite des Friedhofes ein Grundstück erworben und der Grenzwall mit Flieder bepflanzt. Die politische Gemeinde übernahm die laufenden Befestigungskosten des Parkplatzes.

 

Eine Ulmenallee musste aufgrund der Ulmenkrankheit 1985 gefällt werden. Aus Spenden als auch Entschädigungszahlungen der Schleswag (Erdgasleitung über dem Parkplatz neben der Kirche) wurde eine Neuanpflanzung einer Lindenallee finanziert.

 

Um der veränderten Bestattungskultur gerecht zu werden, wurden in drei unterschiedlichen Bauabschnitten Urnenfelder angelegt. Der erste Abschnitt 1990 und der letzte 2009. Die letzte Neuanlage liegt im südlichen Teil des Friedhofes. Am westlichen Ende des Urnenfeldes wurde ein Ruheplatz mit zwei Bänken angelegt. Von hier hat man einen schönen Ausblick auf die Kirche. Im Boden sind die griechischen Buchstaben Alpha und Omega mit dunkelfarbigem Pflaster eingelegt.

Im Zuge dieser Neuanlage wurden auch die Treppen im Norden der Kirche vom Priestergang kommend und am östlichen Ende der Kirche neu errichtet.

 

In Jahr 2014 sind weitere Urnenfelder hinzugekommen. Die Kirchengemeinde Handewitt bietet Urnengrabstätten unter Bäumen an. Auf einer Plakette sind der Name und die Geburts- und Sterbedaten eingraviert und am Baum befestigt.

 

Weiterhin sind Urnengrabstätten mit Grabplatten um Bäume zu erwerben.

Urnengrabstätte unter Bäumen

 

 

Außerdem wurde ein Feld mit Granitstelen angelegt. Hier werden mehrere Namen sowie die dazugehörigen Geburts- und Sterbedaten in einer Stele graviert.

In der Mitte des Feldes ist ein Fisch aus schwarzem Basalt gepflastert.

Granitstelenfeld

Auf dem Stelenfeld lädt eine Bank zum Verweilen ein.

Ruhebank Stelenfahrt

 

Die aktuell gültige Friedhofssatzung finden Sie hier:

Friedhofssatzung Handewitt_2016

 

Die aktuell gültige Gebührensatzung finden Sie hier:

Gebührensatzung 2016